Die richtige Wahl der Prioritäten
Wenn nicht genügend Zeit für alles vorhanden ist, dann muß man eine Auswahl treffen,
in welcher Reihenfolge etwas getan werden muß.
Dazu ist es nützlich zwischen dringend und wichtig zu unterscheiden. Man kann sich den
Unterschied an Hand einer Bombe klar machen. Wichtigkeit entspricht der Größe der Bombe,
welchen Schaden sie anrichten kann, wenn sie explodiert. Dringlichkeit ist die Länge der
Zündschnur. Dringende Probleme haben eine kurze Zündschnur.

Nicht alles was dringend ist, ist auch wichtig. Es wird zwar oft der Fall sein, dass
beides zusammenfällt, aber es wird nicht immer so sein.
Höchste Priorität haben die wichtigen UND dringenden Probleme. Sie werden vorrangig
abgearbeitet.
Wenn z.B. ein Feuer ausbricht, dann ist die Löschung des Feuers wichtig und dringend.
Alles andere ist in diesem Augenblick ziemlich unwichtig.
Aber die zweite Priorität bekommen die wichtigen Probleme, die noch nicht dringend
sind. Dies ist im Widerspruch zum üblichen Verhalten vieler Menschen, die immer nur nach
Dringlichkeit optimieren und so die wichtigen Probleme, die erst später dringend werden,
vernachlässigen.
Wer regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung geht (wichtig aber nicht dringend), wird
weniger Gefahr laufen, von einer akuten gefährlichen Krankheit überrascht zu werden.
Um die Zeitplanung effizient zu machen, ist die Suche der richtigen Inhalte, die
Planung auf Wochenbasis, sowie die frühe Inangriffnahme aller wichtigen Inhalte
maßgebend. Dazu gehört auch noch genügend Zeitpuffer. Mindestens 30% der Zeit sollten
ungeplant bleiben, damit auch noch Nichtvorhergesehenes nicht alle Planung
durcheinanderbringen wird und man immer nur mit Neuplanung beschäftigt ist.
Wer sich um wichtige Aktivitäten früh kümmert, wird weniger dringende UND wichtige
Probleme haben. Es lohnt sich das Abarbeiten dieser Probleme in Zeitscheiben zu tun. Zum
Beispiel pro Woche eine halbe Stunde dafür anzusetzen.
Ein gut verdienender Manager setzt pro Quartal einen halben Wochentag an, um sich um
sein Vermögen zu kümmern. Dieser halbe Tag bringt ihm oft mehr ein als eine Woche harter
Arbeit.
Zu den Aktivitäten, die weder wichtig noch dringend sind, gehören meist die
Aktivitäten, die einfach Spaß machen und weder direkt zur Produktion, zum
Produktionspotential oder zur Effizienz beitragen. Ein gewisses Maß davon wird man sich
in ruhigen Zeiten durchaus gönnen.
Keine Zeit für die großen Wünsche
als Kind ... zu jung
als Jugendlicher ... zu verliebt
als Eltern ... zu besorgt
als Erfolgreicher ... zu beschäftigt
als Rentner ... zu alt
ZU SPÄT! |
Einige Tipps zum Schluß: Keine Spiele auf dem PC! Kein Fernsehen, ohne
vorher ins Programm geschaut zu haben. Keine Abonnements - vielleicht mit Ausnahme einer
guten Tageszeitung. Internetsurfen nur mit Suchliste. Keine Übertreibungen und Extreme,
sei es nun z.B. beim Planen oder bei der Sauberkeit! "Easy does it", wie die
Amerikaner zu sagen pflegen.