Zeitspar-Tipps und Zeitmanagement
Zeit kann man nur dann optimal nutzen, wenn man auch die Hilfsmittel dafür dabei hat.
Ein Notizbuch, oder ein Notebook-Computer oder Lesematerial können Wunder wirken. Kurze
Pausen kann man mit einem gut funktionierenden (Funk)-Wecker auch für konzentriertes
Arbeiten nutzen.
Speziell Reisezeit im Auto kann sich mit Hilfe eines Kassettenrecorders sehr gut
ausnützen lassen. Nicht nur, dass man sich Interessantes anhören kann, man kann auch
selbst reden, ja sogar laut schreien, wenn notwendig, um etwas auswendig zu lernen,
Sprachen zu lernen, Vorträge zusammenzustellen etc.
Wer viel Zeit vor dem Fernseher verbringt, kann diese wunderbar für Kosmetik nutzen.
Nagelschere, Spiegel, Salben, Zahnstocher müssen allerdings griffbereit da liegen! Vor
dem Fernseher kann man auch prima massieren, bügeln und stricken.
Beim Einkaufen kann man zum Beispiel eine optimale Route festlegen, an die man sich
dann auch hält. Oder den Versandhandel nützen, dies kann sehr viel Suchzeit ersparen.
Mit dem Ausnutzen der Tagesleistungskurve kann man sehr viel Zeit sparen. In die
produktiven Zeiten legt man dann die wichtigen Arbeiten. In tote Zeiten - etwa nach dem
Mittagessen - kann man Routinearbeiten legen. Oder auch einfach ein kleines Nickerchen
machen.
Viel Zeit geht durch falsches Aufteilen, durch Zerstückeln verloren. Wer gleichartige
Tätigkeiten zusammenfaßt, braucht nur einmal die Planungsarbeit und die Aufräumphase
machen und erspart so viel Zeit. Man wird auch Zeit sparen, wenn ein Spezialist schwierige
Arbeiten für alle auf einmal erledigt.
So ist es auch klug, Termine bei Ärzten früh am Morgen zu legen, weil man da weniger
warten muß und man dann für den Rest des Tages noch was anderes machen kann.
Zahnarzttermine sind optimal spät am Nachmittag, weil dann der Körper weniger
schmerzempfindlich ist.
Aber man kann auch Zeit gewinnen, indem man kleine Aufgaben sofort und komplett
erledigt. Dann spart man die Planungsaufgaben und eventuelle Verbesserungsphasen.
Am meisten kann man natürlich Zeit gewinnen, wenn andere zuverlässig einem die Arbeit
abnehmen. Allerdings will dieses Delegieren auch gelernt sein. Und wie gesagt, besonders
wenn man klug NEIN sagen kann.
Zum Neinsagen gehört zum Beispiel auch, dass man gar nicht anwesend ist, wenn die
Arbeiten verteilt werden. Und manchmal wird man sich auch eine kleine Lüge leisten
müssen. Denn wer immer radikal ehrlich sein will, muss sehr viel Zeit haben!
Hat man eine Rückzugsmöglichkeit, dann darf man diese nicht verraten. Dazu gehört
auch, dass man - wenn man z.B. zu ungewöhnlichen Zeiten arbeitet, um einmal ungestört zu
sein - dann natürlich auch das Telefon nicht abhebt. Wer hier nicht konsequent bleibt,
wird schnell sein Refugium verlieren.
Viel Zeit geht durch uneffektive Besprechungen verloren. Das Tragische daran ist, dass
die Zeit aller Anwesenden gestohlen wird.
Man kann sich für langweilige Besprechungen Arbeit mitnehmen und die Zeit dann etwas
nutzen. Um die Zeit für Besprechungen zu limitieren, kann man auch vereinbaren, dass
diese nur an bestimmten Tagen, z.B. Montag und/oder Freitag, stattfinden. Dann bleiben
wenigstens die restlichen Tage der Woche etwas ungestörter.
Viel Zeit geht auch durch unnötige Perfektion verloren. So werden oft tagelange
Vorbereitungen am Computer und Drucker für eine unwichtige interne Präsentation
angesetzt, für die eine kurze handschriftliche Vorlage auch reichen würde.
So nützlich der Computer sein kann, so ist er in der Hand von Bastlern doch auch ein
perfekter Zeitfresser. Man wird viel Zeit gewinnen, wenn man nicht jede technische Neuheit
mitmacht oder erlaubt.
Viel Zeit wird auch gewonnen, wenn man sich an optimale Geschwindigkeiten hält und
nicht zu schnell etwas erreichen will oder zulange zögert.
Durch Simulation und auch praktische Experimente hat man festgestellt, dass man bei
einer Geschwindigkeit von 80 km/h die meisten Autos durch einspurige Straßen schleusen
kann. Fährt man langsamer, geht Zeit durch Geschwindigkeit verloren, fährt man
schneller, dann werden die Abstände zwischen den Autos zu groß oder es kommt leichter zu
Unfällen.
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Otto Buchegger Tübingen