Meine Lebensressourcen
Diese Schlagworte sind als Checkliste zu verstehen. Jeder wird spezielle Ressourcen
haben, die konkret für ihn wichtig sind, für die er verantwortlich ist und die verloren
gehen oder Schaden nehmen, wenn er sich nicht um sie kümmert.
Es ist absolut notwendig, sich einmal oder mehrmals im Leben die Mühe zu machen, sich
seine Ressourcen bewußt zu machen. Denn nur was bewußt gemacht wird, am besten
aufgeschrieben ist, das kann man managen. Wem zuvieles im Kopf herumschwirrt, der schreibt
sich zuwenig auf!
Die Philosophen teilen diese Ressourcen ein in das SEIN, das HABEN und den SCHEIN.
Abstrakt ist dies leicht aufzuschreiben, weil zu allen Zeiten die Denker darüber
nachgedacht haben, aber das konkrete Ausfüllen ist schwierig. Es bedarf sicher mehrerer
Anläufe und viel Lebenserfahrung, um draufzukommen, welche Ressourcen für einen
bestimmten Menschen wirklich wichtig sind.
Die gezeigte Checkliste muß unvollständig sein. Sie soll nur einen Hinweis darauf
geben, woran man zu denken hat. Am leichtesten wird man mit einem vertrauten
Gesprächspartner zu den gewünschten Ergebnissen kommen.
Selbst wenn jemand ganz wenig Zeit hat, so sollte er (oder sie) doch auf jeden Fall
sich seine Rollen aufschreiben. Dazu gehören die Rollen in der Familie, im Beruf, in der
Freizeit und im öffentlichen Leben. Wer dies tut, wird immer wieder fasziniert sein, wie
vielfältig sein Leben ist. Aber er wird sich auch wundern, wie es gelingt, dies alles
unter einen Hut zubringen.
Einige Rollen werden zentral für dich sein. Du kannst keine davon - außer ganz
kurzzeitig - vernachlässigen und du mußt sie alle parallel ausfüllen.
Schau dir deinen Schlüsselbund an. Jeder Schlüssel daran wird zu einer deiner Rollen
gehören.
Wer Rollen anhäuft, sollte sich dabei gelegentlich überlegen, ob er (oder sie) nicht
mit zunehmenden Alter, d.h. abnehmender Leistungsfähigkeit, einige Nebenrollen, die auch
alle Zeit kosten, abzugeben oder zu kündigen.
Und auch den Besitz sich mindestens einmal im Jahr vor Augen zu führen, ist mehr als
nützlich. Erstens kann man dadurch einen eventuellen Zuwachs erst bewußt schätzen. Und
zweitens kümmert man sich dann wenigstens einmal im Jahr um vielleicht später einmal
sehr wichtige Ressourcen. Und auf jeden Fall wird man durch seine wachsenden finanziellen
Möglichkeiten zum Weitermachen motiviert.
Wir können nur managen, was uns bewußt wird. Und nur was wir managen, bleibt uns
erhalten. Schau in deine Geldbörse: Jede Karte darin bedarf der 'Pflege'. Was nicht
gewartet oder gepflegt wird (oder geübt) wird, geht leicht verloren.
Die Motivationsforschung scheint uns einige Hinweise über das Management der
Lebensressourcen zu liefern.