Das Praxilogie Buch von Dr. Otto Buchegger TübingenMeine Lebensressourcen

Diese Schlagworte sind als Checkliste zu verstehen. Jeder wird spezielle Ressourcen haben, die konkret für ihn wichtig sind, für die er verantwortlich ist und die verloren gehen oder Schaden nehmen, wenn er sich nicht um sie kümmert.

Lebens-Ressourcen

Es ist absolut notwendig, sich einmal oder mehrmals im Leben die Mühe zu machen, sich seine Ressourcen bewußt zu machen. Denn nur was bewußt gemacht wird, am besten aufgeschrieben ist, das kann man managen. Wem zuvieles im Kopf herumschwirrt, der schreibt sich zuwenig auf!

Die Philosophen teilen diese Ressourcen ein in das SEIN, das HABEN und den SCHEIN. Abstrakt ist dies leicht aufzuschreiben, weil zu allen Zeiten die Denker darüber nachgedacht haben, aber das konkrete Ausfüllen ist schwierig. Es bedarf sicher mehrerer Anläufe und viel Lebenserfahrung, um draufzukommen, welche Ressourcen für einen bestimmten Menschen wirklich wichtig sind.

Die gezeigte Checkliste muß unvollständig sein. Sie soll nur einen Hinweis darauf geben, woran man zu denken hat. Am leichtesten wird man mit einem vertrauten Gesprächspartner zu den gewünschten Ergebnissen kommen.

Selbst wenn jemand ganz wenig Zeit hat, so sollte er (oder sie) doch auf jeden Fall sich seine Rollen aufschreiben. Dazu gehören die Rollen in der Familie, im Beruf, in der Freizeit und im öffentlichen Leben. Wer dies tut, wird immer wieder fasziniert sein, wie vielfältig sein Leben ist. Aber er wird sich auch wundern, wie es gelingt, dies alles unter einen Hut zubringen.

Einige Rollen werden zentral für dich sein. Du kannst keine davon - außer ganz kurzzeitig - vernachlässigen und du mußt sie alle parallel ausfüllen.

Schau dir deinen Schlüsselbund an. Jeder Schlüssel daran wird zu einer deiner Rollen gehören.

Wer Rollen anhäuft, sollte sich dabei gelegentlich überlegen, ob er (oder sie) nicht mit zunehmenden Alter, d.h. abnehmender Leistungsfähigkeit, einige Nebenrollen, die auch alle Zeit kosten, abzugeben oder zu kündigen.

Und auch den Besitz sich mindestens einmal im Jahr vor Augen zu führen, ist mehr als nützlich. Erstens kann man dadurch einen eventuellen Zuwachs erst bewußt schätzen. Und zweitens kümmert man sich dann wenigstens einmal im Jahr um vielleicht später einmal sehr wichtige Ressourcen. Und auf jeden Fall wird man durch seine wachsenden finanziellen Möglichkeiten zum Weitermachen motiviert.

Wir können nur managen, was uns bewußt wird. Und nur was wir managen, bleibt uns erhalten. Schau in deine Geldbörse: Jede Karte darin bedarf der 'Pflege'. Was nicht gewartet oder gepflegt wird (oder geübt) wird, geht leicht verloren.

Die Motivationsforschung scheint uns einige Hinweise über das Management der Lebensressourcen zu liefern.

 

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