Kooperationspraxis
In der Praxis wird die Kooperation auf drei Hauptsäulen stehen:
- Vertrauen,
- Reziprozität,
- Kommunikation.
Ohne Vertrauen werde ich nichts investieren, ohne Reziprozität wird nichts zu mir
zurück kommen, und ohne Kommunikation werde ich gar nicht fähig sein, die - explizit
oder implizit - geschlossenen Kooperationsverträge zu formulieren oder
Kooperationspartner zu finden.
Zu den goldenen Regeln der Kooperation gehört nicht nur das 'Wie du mir, so ich dir'
(mit positiver Grundeinstellung) sondern auch das 'Win-Win'. Darunter versteht man, dass
bei einem Deal alle gewinnen können müssen oder es wird nicht abgeschlossen.
In der Praxis ist es auch wichtig, dass die beteiligten Menschen wichtig genommen
werden. Nur wer wichtig ist, wird versuchen einen guten Beitrag zu leisten. Dazu gehört
auch, dass bei Entscheidungen alle Betroffenen anwesend sind und gehört werden. Wer eine
Entscheidung nicht mitgetroffen hat, wird sie auch nicht mittragen.
Wer einen Vorteil hat, sollte zum Gelingen seinen Anteil beitragen. Dazu gehört auch,
dass es unklug ist, jemanden ganz umsonst etwas zu überlassen. Dies wird nicht nur wenig
Wert für den Beschenkten haben, sondern es wird ihn auch zu nichts verpflichten.
Wer Wertvolles schenkt, sollte bedenken, dass dies auch belasten kann, wenn der
Beschenkte sich nicht revanchieren kann.
Da die Beiträge Einzelner verschieden sein müssen, ist gleiches Recht für alle
wichtig, Gleichmacherei ist aber dazu nicht förderlich. Es ist eine Unsitte unserer
Gesellschaft, den Begriff Gleichheit so zu interpretieren, dass er zur Ungerechtigkeit
führt.