Das Praxilogie Buch von Dr. Otto Buchegger TübingenErfolg

Erfolg ist süß, macht süchtig und zieht oft weiteren Erfolg nach sich. Wen wundert es da, dass die meisten Menschen erfolgreich sein möchten. Aber genauer hingeschaut, zeigt Erfolg nur eine Seite, meist den Zuwachs von Geld oder Prestige. Nicht immer ist Erfolg ein Hinweis auf persönliches Glück, oft macht Erfolg erst unglücklich, man weiß es nur vorher nicht.

Wenn Erfolg nur auf die berufliche Seite zielt, so ist dies zuwenig. Erfolgreich ist nur, wer auch das tägliche Leben meistert. Karriere gemacht und dreimal geschieden ist vielleicht zuwenig. Chef geworden, aber die Kinder als Drogentote verloren zu haben, das ist ein zu hoher Preis gewesen.

                Erfolg heisst...
  • oft und viel lachen;
  • die Achtung intelligenter Menschen und die Zuneigung von Kindern gewinnen;
  • die Anerkennung aufrichtiger Kritiker verdienen und den Verrat falscher Freunde ertragen;
  • Schönheit bewundern, in anderen das Beste sehen;
  • die Welt ein bisschen besser verlassen - ob durch ein gesundes Kind, einen schönen Garten oder einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Gesellschaft;
  • wissen, dass wenigstens das Leben eines anderen einfacher war, weil du gelebt hast;

             ...das bedeutet, nicht umsonst gelebt zu haben!

                    Ralph Waldo Emerson (1803-1892)

Es ist eine wesentliche Eigenschaft des Erfolges, dass er ungern aufs Spiel gesetzt wird. Deshalb werden Erfolgsmuster immer wieder und unverändert angewendet. Leider ändert sich oft das Umfeld schnell, aber die Erfolgsmuster werden nicht angepaßt.

So wird der Erfolg der Vergangenheit häufig zur Hauptursache des Mißerfolges in der Gegenwart und Zukunft. Wer auf die Dauer erfolgreich sein will, muß sich also verändern können. Dies gilt sowohl für Einzelpersonen wie auch für Unternehmen.

Die Hauptursache des Mißerfolgs ist der Erfolg in der Vergangenheit

Zu den persönlichen Erfolgsfaktoren gehören eine ganze Liste von Eigenschaften, die die wenigsten Menschen alle haben können. So ist es besonders wichtig, seine Hauptstärken zu kennen, um damit sich optimal einbringen zu können. Besonders wer über nichtimitierbares Wissen oder Können verfolgt, sollte diese Fähigkeiten pflegen und stets weiterentwickeln. Aber auch über seine Schwächen Bescheid zu wissen, um sie entweder zu kompensieren oder an ihrer Verbesserung zu arbeiten.

Ich habe viele Erfolgreiche auf ihrem Karierreweg beobachten können. Nicht alle Eigenschaften dieser Menschen wird jeder leicht akzeptieren können oder sich als Vorbild setzen. So will nicht jeder uneingeschränkt das tun, was der Chef will, oder die Situation erfordert. Für viele ist der Preis dazu einfach zu hoch! Aber gerade dies sind zwei Faktoren, die ich häufig bei den Erfolgstypen beobachten konnte.

So wird vielen Erfolgstypen Rücksichtslosigkeit oder sogar Brutalität nachgesagt. Bei genauem Hinsehen stehen zwar oft dann betriebliche Prioritäten im Vordergrund, aber nicht jeder wird diese auch durchsetzen wollen. Wer will schon gerne seine Freunde entlassen, auch wenn dies vielleicht von der Situation her erforderlich ist?

Jeder, der auf der Erfolgsleiter weiter will, sollte dies im Kopf haben und er sollte wissen, dass viel Arbeit auf ihn zukommen wird. Viele Überstunden sind der Normalfall für Führungskräfte. Dabei noch physisch und psychisch gesund zu bleiben und sogar noch Zeit zu finden sich weiterzubilden und menschlich zu wachsen ist kein leichtes Unterfangen.

Erfolgreich bleibt, wer anderen zum Erfolg verhilft!

Der Lohn ist allerdings - wenn man es richtig macht - auch beträchtlich. Sich finanziell abzusichern, seinen Kindern eine gute Ausbildung zu geben, die Welt zu sehen und für einige Probleme dieser Welt Lösungen zu finden, die den eigenen Namen tragen, das sind doch auch Werte, für die es sich lohnt sich einzusetzen.

Einige persönliche Erfolgsfaktoren

  • Unique Selling Point, was ist nur speziell für mich
    (Nichtimitierbares Wissen und Können)
  • Ausbildung, Motivation, Belastbarkeit, Schnelligkeit, Qualität
  • Gesundheit, Sympathie, Jugend, Mobilität, Menschenkenntnis
  • Tun was der Chef will, viele Überstunden
  • Betriebliche Prioritäten vor persönlicher Meinung

 

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