Meditation
In einem Buch über Lebensmanagement darf natürlich ein Abschnitt über Meditation
nicht fehlen. Oft wird das Meditieren von den Religionen belegt und wird dadurch für
viele nicht mehr leicht akzeptierbar. Aber Kenntnisse der schnellen Erholung sind
nützlich, um die Leistungsfähigkeit zu erhalten. Und es gibt - mit dem Autogenen
Training - eine anerkannte, fast überall zu lernende, einfache und billige Methode sich
zu entspannen, ohne schlafen zu müssen.
Der Grundgedanke fast aller Meditationen ist eine bequeme Körperhaltung, ungestört zu
sein, und dazu eine gedankliche - meist monotone - Beschäftigung.
Ein Beispiel: Atme bewußt ein, atme mit einem Mantra (zum Beispiel dem Wort 'Ohm') aus
und wiederhole dies, bis Ruhe in dir eintritt. Am Ende der Meditation (z. B. nach 5 min)
spanne deine Muskeln an, gähne und strecke dich. Du wirst dich sehr viel frischer
fühlen.
Gemessen am Aufwand ist das Meditieren sehr effektiv die Leistungsfähigkeit wieder
herzustellen, es erspart natürlich nicht den Tiefschlaf. Aber auch ein kurzer
Mittagsschlaf ist extrem hilfreich, einen anstrengenden Arbeitstag zu überwinden. Und wer
überhaupt keine Möglichkeit hat sich einmal zurückzuziehen und zu dösen, kann dies
immer noch auf einer Toilette tun. Sicherlich nicht der beste Ort dafür, aber einer, der
eben zur Verfügung steht.
Ich mache in meinen Vorlesungen auch immer einige Lockerungsübungen, damit wir alle
fit bleiben. Diese kann man auch in Meetings und während der Arbeit machen!
Für das geistige Wohlbefinden kann aber auch ein Mannschaftssport, mit gemeinsamen
Umtrunk nachher, wunderbare Effekte haben. Oder das Tagträumen mit schöner Musik aus dem
Kopfhörer.
Wichtig ist bei allen Erholungsaktivitäten, dass man sich erholt, bevor man ganz
ausgelaugt ist. Andernfalls kommt es zu 'burn-out' Erscheinungen, Erholungen sind dann
schwierig, der Körper wird dauerhaft geschwächt.
Auch wenn man sich immer wieder kurz erholt, ein Urlaub ist nicht zu ersetzen!