Management by ...
Wie für jede andere wichtige und komplexe Aufgabe, zu deren Lösung die Praxilogie
dient, so werden auch in Managementfragen gerne alle verfügbaren Erkenntnisse zur Lösung
bestehender Probleme herangezogen. Und in Modewellen wird immer ein Thema in den
Vordergrund geschoben, auf das sich dann viele Autoren gerne stürzen, weil sich diese
Bücher gut verkaufen.
Es gibt kaum Erkenntnisse der Psychologie, der Wirtschaftswissenschaften, der
Kriegskunst, der Politik, aber auch vieler anderer Wissenschaften, die für
Managementfragen nicht von Bedeutung wären. Und so werden die jeweiligen Modewellen mit
Management by... abgetan.
Management by....
Champignon: Die Mitarbeiter im Dunkeln lassen, mit Mist
bewerfen, wenn sich Köpfe zeigen - absägen!
Nilpferd: Auftauchen, Maul aufreißen, wieder
untertauchen!
Jeans: Nieten an allen wichtigen Stellen.
Robinson: Alle warten auf den Freitag.
Ping-Pong: Jeden Vorgang solange weitergeben, bis sich
die Sache von selbst erledigt hat.
Helikopter: Über allem schweben, gelegentlich auf den
Boden kommen und viel Staub aufwirbeln!
Känguruh: Mit leerem Beutel große Sprünge machen. |
Zwei Konzepte aber haben vor allem für alle westlichen Firmen große
Bedeutung erlangt und sind über die Zeiten wichtig geblieben.
Es sind dies das Management mit Zielvereinbarungen (Management by Objectives) und damit
zusammenhängend das Vereinbaren von Ausnahmebedingungen (Management by Exception), bei
denen die übergeordnete Stelle informiert werden muß.
Management by Objectives soll sicherstellen, dass untergeordnete Funktionen Freiheit
bei der Erreichung ihrer Ziele haben. Es wird nur das Ziel, das gewünschte Ergebnis,
vereinbart. Und es wird vereinbart, bei welchen Abweichungen vom Plan oder vom Ziel
informiert werden muß. Damit bleibt die Motivation und Verantwortung dort, wo sie
hingehört, nämlich bei der durchführenden Stelle. Und trotzdem bleibt die für den
Erfolg oder Misserfolg entscheidende Information dem höheren Management erhalten.
Für den persönlichen Kontakt hat sich in vielen Betrieben das Management by wandering
around (Management durch Herumgehen) bewährt. Dabei geht die Führungskraft - z.B. am
Morgen - durch alle Zimmer und begrüßt die MitarbeiterInnen. Diese haben dadurch ohne
eine formelle Prozedur die Chance eventuelle Fragen oder Beschwerden loszuwerden und die
Führungskraft sieht von Angesicht zu Angesicht, wie es den Menschen geht.