Das Praxilogie Buch von Dr. Otto Buchegger TübingenManagement by ...

Wie für jede andere wichtige und komplexe Aufgabe, zu deren Lösung die Praxilogie dient, so werden auch in Managementfragen gerne alle verfügbaren Erkenntnisse zur Lösung bestehender Probleme herangezogen. Und in Modewellen wird immer ein Thema in den Vordergrund geschoben, auf das sich dann viele Autoren gerne stürzen, weil sich diese Bücher gut verkaufen.

Es gibt kaum Erkenntnisse der Psychologie, der Wirtschaftswissenschaften, der Kriegskunst, der Politik, aber auch vieler anderer Wissenschaften, die für Managementfragen nicht von Bedeutung wären. Und so werden die jeweiligen Modewellen mit Management by... abgetan.

Management by.... 

Champignon: Die Mitarbeiter im Dunkeln lassen, mit Mist bewerfen, wenn sich Köpfe zeigen - absägen! 

Nilpferd: Auftauchen, Maul aufreißen, wieder untertauchen! 

Jeans: Nieten an allen wichtigen Stellen. 

Robinson: Alle warten auf den Freitag. 

Ping-Pong: Jeden Vorgang solange weitergeben, bis sich die Sache von selbst erledigt hat. 

Helikopter: Über allem schweben, gelegentlich auf den Boden kommen und viel Staub aufwirbeln! 

Känguruh: Mit leerem Beutel große Sprünge machen.

Zwei Konzepte aber haben vor allem für alle westlichen Firmen große Bedeutung erlangt und sind über die Zeiten wichtig geblieben.

Es sind dies das Management mit Zielvereinbarungen (Management by Objectives) und damit zusammenhängend das Vereinbaren von Ausnahmebedingungen (Management by Exception), bei denen die übergeordnete Stelle informiert werden muß.

Management by Objectives soll sicherstellen, dass untergeordnete Funktionen Freiheit bei der Erreichung ihrer Ziele haben. Es wird nur das Ziel, das gewünschte Ergebnis, vereinbart. Und es wird vereinbart, bei welchen Abweichungen vom Plan oder vom Ziel informiert werden muß. Damit bleibt die Motivation und Verantwortung dort, wo sie hingehört, nämlich bei der durchführenden Stelle. Und trotzdem bleibt die für den Erfolg oder Misserfolg entscheidende Information dem höheren Management erhalten.

Für den persönlichen Kontakt hat sich in vielen Betrieben das Management by wandering around (Management durch Herumgehen) bewährt. Dabei geht die Führungskraft - z.B. am Morgen - durch alle Zimmer und begrüßt die MitarbeiterInnen. Diese haben dadurch ohne eine formelle Prozedur die Chance eventuelle Fragen oder Beschwerden loszuwerden und die Führungskraft sieht von Angesicht zu Angesicht, wie es den Menschen geht.

 

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Das Praxilogie Buch (2009)

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Die Praxilogie, von Otto Buchegger, Tübingen

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