Kommunikationstests
Vielen Menschen ist es peinlich, schlechte Kommunikatoren auf deren Fehler hinzuweisen.
Deshalb ist es nicht ungewöhnlich, dass Menschen gar nicht über ihre persönlichen
Macken Bescheid wissen. Leider nutzen viel zuwenig Menschen die heute fast überall
verfügbaren Mittel zur Selbstkontrolle: Kassettenrecorder und Videokamera. Sonst würden
sie sich selbst mehr um Verbesserungen bemühen.
Ich habe mit meiner Checkliste einige häufige Fehler zusammengefaßt. Wer z.B.
regelmäßig ganz andere Antworten bekommt, als auf seine Frage passen würde, der spricht
wahrscheinlich sehr undeutlich. Sein Gegenüber rät dann, was denn gemeint sein könnte
und gibt dann die Antwort, die am ehesten passt, oft natürlich die unpassende.
Kommunikation - Checkliste
Mündliche Kommunikation
- Du bekommst eine passende Antwort -> deutlich
- Du wirst von Fremden verstanden -> wenig Dialekt
- Du wirst in der letzten Reihe verstanden -> laut
- Du wirst auch von Laien verstanden -> einfach
- Du stellst Fragen vor einem Publikum -> aktiv
Schriftliche Kommunikation
- Du kannst kurze Zusammenfassungen schreiben
- Deine Anweisungen werden befolgt
- Deine Dokumente enthalten keine Fehler
- Deine Schreiben sind persönlich und prägnant
- Deine Handschrift ist leserlich
- Du kannst schnell lesen und tippen.
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Wer von Fremden schlecht verstanden wird, obwohl diese seine Sprache
kennen, spricht wahrscheinlich einen katastrophalen Dialekt, den man nur in seinem Dorf so
richtig versteht. Leider ist mit dem zunehmenden politischen Zusammenwachsen in Europa als
Gegenbewegung das Vordringen von Dialekt zu beobachten.
Wer schlecht in entfernten Reihen verstanden wird, spricht zu leise. Vor allem Frauen
kennen dieses Problem, weil sie normalerweise viel leiser als Männer reden. Hier kann
sowohl Frauen, wie auch den Männern das Benützen des Mikrofons empfohlen werden. Leider
scheuen viele den kurzen Aufwand zum Mikrofon zu gehen oder sie kennen sich zuwenig mit
der Technik aus. Es lohnt sich, diese Zeit zu nehmen und sich in die Geheimnisse der
Technik einweisen zu lassen. Denn wer nicht verstanden wird, für den ist die Mühe des
Redens umsonst. Und die Kraft des Arguments zählt viel besser bei kräftiger Stimme.
Vor allem Fachleute reden gerne so kompliziert, dass Laien sie kaum verstehen. Auch
wenn sie sich bemühen, so schaffen sie es nicht, einfacher und verständlicher zu werden.
Hier muß geübt werden! Am besten durch schriftliches Formulieren, noch besser in einer
Fremdsprache, wo man nicht über ein besonders reiches Vokabular verfügt. So haben einige
gute Schriftsteller zum Schreiben mit Absicht eine Fremdsprache gewählt, um besser
verstanden zu werden.
Wer nicht aktiv an einer Diskussion teilnimmt, dessen Beitrag dazu ist gleich Null.
Oder höchstens dient seine Anwesenheit als Klatschmaschine. Da ist es schade um die Zeit.
Auch wenn man zustimmt, soll man sich äußern, auf jeden Fall aber bei Ablehnung,
ansonsten wird jeder annehmen, man hat zugestimmt!
Auch für die schriftliche Kommunikation gibt es hier einige Testfragen mit einigen
Tips dazu. Wer unsicher in der Rechtschreibung ist, sollte die entsprechenden
Programmhilfen verwenden! Kürzer ist im Zweifel besser als länger, allerdings ist es
auch viel schwieriger, klar und kurz zu schreiben. Weiters gilt: Wenig Worte - wenig
Streit!
Die Wichtigkeit einer guten Handschrift habe ich schon öfters betont, sie erleichtert
einfach die schnelle schriftliche Kommunikation. Mit einer Füllfeder oder einem Bleistift
wird die Handschrift besser sein, als mit einem Kugelschreiber. Wer mit schwarzer Farbe
schreibt, dessen Kommentare lassen sich besser kopieren.