Kommunikation
Gute Kommunikation ist die Lebensader jeder Organisation, jeder Firma, jeder
Gemeinschaft. Deshalb sind die Kommunikationsfähigkeiten eines Menschen sehr bestimmend,
wie erfolgreich er sein wird. Wie gut wir Botschaften, Nachrichten, Gefühle senden aber
auch empfangen können, wird in hohem Maße unsere Leistung bestimmen.
Nur wer ganz für sich allein arbeiten kann, für den wird die Kommunikation nicht so
wichtig sein. Aber gerade für Mitarbeiter in technischen Berufen, die gerade diese
gewählt haben, weil sie u.U. in den Sprachen nicht so gut waren, kommt früher oder
später die Erkenntnis, dass auch in diesen Berufen die Kommunikation extrem wichtig ist.
So werden auch IngenieurInnen Kundenkontakt haben, wobei sie z.B. etwas erläutern
müssen. Oder sie schreiben Handbücher oder Bedienungsanleitungen, Marketingtexte oder
Werbebroschüren, immer und überall kommt es auch auf kommunikative Fähigkeiten an. Oder
Ingenieure werden Gutachter oder Experten und müssen dann einem großem - eventuell Laien
- Publikum technische Sachverhalte erklären können.
Es ist daher mehr als wichtig, über Kommunikation Bescheid zu wissen und seine
Fähigkeiten zu üben und zu verbessern. Zu den wichtigsten Grundlagen gehört dabei das
Interesse an Menschen. Und die Einsicht, dass nicht nur das Reden, sondern auch das
Zuhören wichtig ist, so wie die Kenntnisse der Möglichkeiten der aktuellen Medien, die
für die Kommunikation zur Verfügung stehen.
Gute Kommunikation erfordert gute Kenntnis der Partner, man muß sich auch die Zeit
dazu nehmen können. In einem persönlichen Gespräch muß man ungestört sein können.
Jedermann erwartet in so einem Gespräch auch Diskretion, d.h. man muß sich verlassen
können, dass nichts weitererzählt wird.
Um in einem intensiven Gespräch nicht gestört zu werden, läßt man einfach das
Telefon läuten.
Offenheit und Ehrlichkeit sind sehr kommunikationsfördernd. Leider wird hierzulande
darunter aber oft verstanden, dass man nicht höflich zu sein braucht. Man kann auch die
Wahrheit höflich sagen und offen sein, ohne zu verletzen.
Leider wird es sich aber nicht vermeiden lassen, in Ausnahmefällen sich naiv zu
stellen, lügen zu müssen oder zumindest die Wahrheit nicht zu sagen. Das Lügen muss man
üben, soll man nicht eine jämmerliche Figur dabei abgeben. Schauspielunterricht oder das
Spielen von Poker, Mäxle u.ä. werden dabei helfen.
Wer lügt
- greift sich an die Nase
- spricht leise
- meidet direkten Blickkontakt
- flattert häufiger mit den Augenlidern
- verengt die Pupille
- verspricht sich
- presst die Arme an den Körper
- hat die Hände unterhalb der Gürtellinie
Doch Vorsicht
- schon ein Indiz entlarvt den Lügner
- es gibt viele perfekte Lügner
- Männer lügen häufiger (bis 200x am Tag!)
- Frauen lügen schwerwiegender
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Menschen mit deutlicher Aussprache wird man
lieber zuhören, als jemanden, der nuschelt und die Worte im Bart verschluckt. Am liebsten
wird man mit Menschen reden, die Humor haben. Mit jemanden gemeinsam zu lachen, verbindet
ungemein.
Eine der Grundlehren Dale Carnegies ist, die Freude zu
teilen, um damit Freunde zu gewinnen.
Bei schriftlicher Kommunikation werden kurze und prägnante
Texte besser akzeptiert, als umständliches Geschwafel. Wer handschriftliche Notizen
macht, sollte auch sich bemühen ordentlich zu schreiben. Gerade im Computerzeitalter,
wenn alles sehr schnell gehen soll, ist eine gute Handschrift sehr nützlich.
Wer merkt, dass er in einem Gespräch ausgenutzt wird, wird
schnell die Kommunikation abbrechen. Und wer in der Öffentlichkeit bloßgestellt wird,
der wird ein Leben lang danach trachten, sich dafür zu revanchieren. Jemanden in die
Situation zu bringen, das Gesicht zu verlieren, dies sollte man immer versuchen zu
unterlassen.
Gute Kommunikatoren erhöhen mit ihrer Rede den Wert und
den Nutzen des Umfeldes. Sie sind auch in der Lage, dies auszudrücken, was die Mehrheit
denkt oder fühlt.
Während meines USA-Aufenthaltes konnte ich die Reden des
amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan studieren. Die Art wie er über das Fernsehen
mit seinen Landsleuten kommuniziert hat, war mehr als überzeugend.
Viel zur Förderung, sowie zur Behinderung der
Kommunikation, trägt das äußere Umfeld bei. So kann leise Musik wunderbar die verbale
Kommunikation unterstützen, zu laute aber sie dann nur auf die nonverbale reduzieren.
Wenn Menschen sich sehen können, werden sie auch eher miteinander reden. Gibt es
gemeinsame Treff- oder Wartepunkte, wie z.B. Lifts, Toiletten, Kaffeemaschinen,
Cafeterias, Meetingspausen, dann entstehen dort leichter Gespräche, als wenn alle nur
aneinander vorbeihetzen. Wer für die Kommunikationskultur in Unternehmen verantwortlich
ist, sollte gemeinsam mit Architekten über solche Kommunikationszentren nachdenken!
Zu den wichtigsten Worten der Kommunikation gehören die
Höflichkeitsfloskeln BITTE, DANKE und GUTEN TAG. Es lohnt sich diese Worte oft
einzusetzen und sie auch in vielen Sprachen zu beherrschen. Es ist unglaublich, was man
mit ihnen bewirken kann. Und es läuft vieles schief, wenn sie nicht ausgesprochen werden.
Wer gerne mehr über meine Technik des Schreibens wissen
möchte, dem empfehle ich das nächste Kapitel!