Das Praxilogie Buch von Dr. Otto Buchegger TübingenGesundheit

Gesundheit ist die wichtigste Lebensressource aller Menschen, auch junger Leute. Da aber junge Leute eher gesund sind als ältere, nehmen sie diese Ressource oft zuwenig ernst. Aber auch für sie bedeutet Fitness Selbstvertrauen, Ausgewogenheit, Wohlbefinden und bessere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.

Freiheit der Handlung heißt alles tun zu können, was sie tun wollen. Und das nicht zu wollen, was sie nicht tun können. Wer tun kann, was er will und nicht durch zuviele körperliche Gebrechen eingeschränkt wird, hat viel erreicht.

Hauptziel ist die Erhaltung der meist noch vorhandenen Gesundheit. Leider akzeptieren viele junge  Leute nicht, dass sie mit ihrer Lebensart viel Schaden für spätere Jahre anrichten werden. Es ist nützlich, die eigenen Eltern nach deren Schwachstellen im Körper auszufragen, um für sich selbst vorsorgen zu können.

Da in unserem Land die Arbeit und deren Sicherheit von genügend Stellen überprüft werden, liegt die große Gefahr für junge Leute in ihren Hobbys. In der Übertreibung führt die körperliche Anstrengung zum Raubbau. Es treten dann nicht mehr reparierbare Schäden ein.

In der Jugend erworbene, häufige Schäden sind die Schwerhörigkeit durch zu laute Musik im Kopfhörer oder in der Disko (immer Ohrenstopfen mitnehmen), aber auch die vielen Sportunfälle, Freizeitunfälle (u.a. auch Blendung, deshalb immer Sonnenbrille oder Schutzbrille aufsetzen) oder Verkehrsunfälle (vor allem mit dem Zweirad, besser ein altes Auto fahren).

Wichtige Grundlage der Gesundheit ist die Ernährung. Sie wird im wesentlichen bestimmen, wie alt ihr werdet und an welcher Krankheit ihr sterben werdet. Dazu ist es nützlich, die Grundfehler der heimischen Ernährung zu kennen und diese zu vermeiden.

Die Grundfehler der deutschen Ernährung sind: zuviel Fleisch, zuviel Salz, zuviel Zucker, zuviel Fett, zuviel Alkohol.

Viel kannst du hier mit Ressourcenmanagement steuern.
Denn was du nicht im Haus hast, wirst du auch nicht essen. (Wer nur Olivenöl hat, wird keine Cholesterinprobleme bekommen).  Hast du kein Bier zuhause, wirst du nicht regelmäßig eines trinken. Von kleinen Tellern ißt du weniger. Wer immer Obst anbietet, wird auch selbst welches essen.

Eine Reduktion des Fleischkonsums hat viele Vorteile. Das Essen wird insgesamt billiger, manche Krankheiten (z.B. Gicht) werden leichter in Zaum gehalten und Berufstätige werden nach einem fleischarmen oder vegetarischem Mittagessen viel weniger Müdigkeit verspüren.

Gute Anregungen für gesunde Ernährung bieten uns die Küchen der Mittelmeerländer oder die japanische Küche. Nicht umsonst werden japanische Frauen mit am ältesten auf dieser Welt.

Ein zufriedenes, erfülltes Leben, mit gutem, befriedigendem Essen, sehr kleinen aber mehreren Portionen und viel Bewegung sind eine gute Basis für einen gesunden, belastbaren Körper, in dem sich auch die Seele wohlfühlt.

Errechne deinen BMI (Body-Mass-Index). BMI = Gewicht in kg dividiert durch das Quadrat der Körpergröße in Meter. Beispiel: 80 kg, 180 cm groß, BMI= 80 /(1,8*1,8)= 24,7. Ein BMI  zwischen 20 und 25 bedeutet Normalgewicht, zwischen 18 und 20 leichtes Untergewicht, zwischen 25 und 28 leichtes Übergewicht. Werte unter 18 oder über 28 sind gefährlich und bedürfen der Aktion!

Ein Hauptfehler moderner Menschen ist, dass sie zu wenig trinken. Dabei gibt es einen einfachen Test, ob ihr genug trinkt. Nur wenn der Harn hell ist, trinkt ihr genug. Viel zu trinken in jungen Jahren trainiert auch euren Kreislauf. Und es hilft euch, im Alter nicht aufs Trinken zu vergessen, was viele alte Menschen tun.

Sucht euch riesige Trinkgläser, zum Beispiel Halbliter- oder sogar Maßgläser und ihr werdet sicher genug Flüssigkeit - am besten natürlich Wasser - zu euch nehmen. Im Büro am Morgen drei Wasserflaschen (à 0.7l) auf den Schreibtisch stellen und erst wenn sie leer sind, darf man nach Hause gehen. Bei wassertreibenden Getränken - wie Kaffee oder Alhohol - stets Wasser dazu trinken! Eine kleine Plastikflasche in der Handtasche erlaubt auch einen Schluck Wasser unterwegs. Leider ist bei uns die Kultur der öffentlichen Trinkwasserbrunnen noch nicht eingeführt! Hier könnte sich eine Gesundheitsministerin ein Denkmal setzen.

Alkoholismus ist eine schleichende Gefahr, die auch schon junge Menschen treffen kann. Je nach Veranlagung kann schon eine Flasche Bier täglich zu dieser Krankheit führen. Der Weg von der Gemütlichkeit zur Krankheit ist für viele kurz, gerade wenn es in der Berufsgruppe zum guten Ton gehört, doch mal einen zu heben oder häufig zu feiern. Die einzige Art zu testen, dass man noch nicht betroffen ist, ist gelegentlich eine Woche totale Abstinenz. Wer dann nicht ans Trinken denken muss, hat keine Probleme.

Über Rauchen oder harte Drogen etwas zu sagen, erspare ich mir meistens. Wenn ihr genügend Freude in euer Leben bringen könnt, mit Sport, Bewegung, Abhärtung, Sex, dann seid ihr sicher genügend stark, um diesen offensichtlichen Gefahren ausweichen zu können.

Leider sind die sonst so nützlichen Computer auch eine Ursache von Krankheiten. Wer viel am Computer sitzen muß, unbedingt Pausen machen und sich bewegen, auf optimale Sitzhaltung und Beleuchtung achten, gelegentlich die Augen schließen und die Maushand immer wieder abwechseln. Der Doppelklick führt schneller als man glaubt zu Sehnenscheidenentzündungen.

Ein probates Gegenmittel dazu sind für mich die Gymnastikringe (z.B. Maxi Grip Professional, gibt es in Sportgeschäften). Sie stärken den Arm und verhindern angeblich auch den Tennisarm.

Wer den Weg in ein gutes Fitnesszentrum findet, der wird mit Krafttraining, Ausdauertraining und Dehnen nicht nur zu besserer Haltung, besserem Aussehen und zu Vermeidung von Bewegungsverletzungen finden. Er wird auch die nötige Gelassenheit und Stärke bekommen, Stress gut zu meistern.

Aber auch ein langes, heißes Bad, die wöchentliche Sauna oder gegenseitige Massage sind perfekte Entspannungsformen.

Deine billigste und effektivste Gesundheitsvorsorge:
Gute Laufschuhe und jeden Tag damit einmal schwitzen!

Um über wesentliche Impfungen den Überblick zu behalten, empfiehlt es sich, ein kleines Gesundheitsbüchlein anzulegen, das euch dann ein ganzes Leben begleiten wird.

Wer Hilfsmittel zum Sehen oder Hören braucht, sollte diese auch nehmen und sich nicht von der Eitelkeit leiten lassen. Nur mit guten Sinnen überlebst du gut deine Konkurrenz.

 

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Das Praxilogie Buch (2009)

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