Erfolg und Beruf
In diesem Abschnitt werden einige grundsätzliche Aspekte des Erfolgs im Berufsleben
gestreift. Ich habe auch hier versucht, weniger auf Modetrends einzugehen, sondern vor
allem jene Aspekte zu bringen, die schon länger gelten.
Zu jedem Teilthema gibt es immer wieder neue Literatur und es ist empfehlenswert, auch
die jeweiligen Modeautoren zu lesen. Geben sie doch einen guten Einblick in den
herrschenden Zeitgeist.
Auch Autobiographien, wie z.B. Iacocca, sind eine gute Quelle, aus erster Hand über
die Rezepte der Erfolgreichen zu erfahren. Es ist allerdings immer wichtig zu wissen,
welchen kulturellen Background die Autoren haben. Nicht alles was in USA gut funktioniert,
wird auch hier anwendbar sein. Und nicht alles was Japaner tun, kommt bei den Deutschen
gut an. Und Deutschland ist verschieden von Österreich und auch die Schweiz hat ihre
eigenen Erfolgs-Gesetze!
Wer sich über die US-Managementkultur amüsieren will, ist mit den Dilbert-Cartoons
von Scott Adams gut bedient.
Eine ausgezeichnete Quelle sind erfolgreiche Menschen in unserer unmittelbaren
Umgebung. Leider werden sie oft zuwenig gefragt oder zu Diskussionen eingeladen. Ich
fordere vor allem meine jungen Leser auf, doch das vorhandene und nahe Potential besser zu
nutzen. Fragt doch den Onkel, der Bankdirektor ist, was für ihn wichtig ist und warum er
so weit gekommen ist. Erstens schmeichelt ihn die Frage und zweitens sind seine Tips auf
die konkrete Umgebung sicherlich besser anwendbar, als die Inhalte des Buches eines
Harvard-Professors.
Es gibt auch Klubs junger erfolgreicher Führungskräfte - etwa Round Table - in denen
der Erfahrungsaustausch gut vonstatten geht. Hier gibt es wegen der verschiedenen
vertretenen Berufsgruppen wenig direkte Konkurrenz, und es wird offener über die
Erfolgsfaktoren geredet, als vielleicht innerhalb einer Firma, wo der Konkurrenzneid einem
Erfahrungsaustausch hinderlich ist.
Eine gute, viel zuwenig genutze Informationsquelle sind für Studenten die Alumni, die
Studienabgänger der vergangenen Jahrgänge. Vielleicht kann Eure Studienvertretung sie
einladen, sie können dann hautnah von ihren Anfangserfahrungen berichten!
Wer in einer großen Firma arbeitet, wird leichter an brauchbare Informationen kommen,
als Mitarbeiter in einem Kleinbetrieb.
Für Menschen mit wenig Berufskontakten ist neben Lesen von Fachliteratur vor allem
auch die Integration in einem geeigneten Klub oder Verein ein Weg, um mehr zu erfahren. Es
lohnt sich hier bei den entsprechenden Berufsverbänden, Kammern etc. nachzufragen oder
sich bei Lions, Rotary oder anderen Klubs zu bewerben, was allerdings meist nicht ganz
leicht und oft auch recht teuer ist.
Nicht vergessen sollte man die Universitäten. Sie bieten immer mehr auch aktuelle,
praktische und meistens erschwingliche Kurse an. Und natürlich ist das Internet eine
unerschöpfliche Informationsquelle!